Trocknung und Fermentation

Zum Zwecke der Trocknung werden die geernteten Blätter in der Regel auf Schnüre aufgefädelt und im Trockenschuppen aufgehängt. Bei der Trocknung wird dem Blatt nicht nur Wasser entzogen, so dass es bis zu 85% des Frischgewichtes verliert, sondern es gehen auch chemische Veränderungen vor sich.

Man unterscheidet vier Trocknungsarten:

  • Sonnentrocknung (sun curing) bei Orient Tabak
  • Lufttrocknung (air curing) bei Burley Tabak
  • Feuertrocknung (fire curing) bei Kentucky/Virgina und Latakia
  • Röhrentrocknung (flue curing) bei Virgina

Der getrocknete Tabak muss in der Regel einer Fermentation unterworfen werden. Die natürliche Fermentation ist ein Gärungsprozess, der wahrscheinlich durch Bakterien und Enzyme ausgelöst wird. Durch Fermentation werden im Blatt unerwünschte Stoffe, insbesondere Eiweiß, das beim Rauchen einen hornartigen Geruch verbreitet, abgebaut, Duft und Aromastoffe freigesetzt sowie die Farbe der Blätter ausgeglichen und fixiert. Bei der Maschinenfermentation (Redrying) durchwandert der Rohtabak nacheinander eine Heiz-, Kühl- und Anfeuchtungszone und wird anschließend warm verballt oder in Kartons gepresst.

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