Tabakanbau und -züchtung

Tabakpflanzen

Der Tabak (Nicotiana) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse, zu der auch die Kartoffel und die Tomate zählen. Die Gattung Nicotiana weist etwa 40 Arten und Tausende von Sorten auf.

Die wichtigsten sind:
Rot und rosa blühender Gebrauchstabak (Nicotiana tabacum) und gelb blühender Gebrauchstabak (Nicotiana rustica).

Der Tabak ist ein einjähriges Gewächs, dessen Höhe zwischen etwa 50-80 cm und 3m schwankt. Er ist sehr anpassungsfähig an Klima und vorherrschende Bodenverhältnisse. Die Blätter der Tabakpflanze sind wechselständig, ihre Größe nimmt in der Regel von unten zur Mitte hin zu und von der Mitte nach oben wieder ab. Die Blätter haben einen glatten Rand, verjüngen sich zur Spitze hin und sind je nach Art meist ei– bis lanzettförmig.

Die Aussaat des Tabaks erfolgt nicht auf das freie Feld, sondern in Saatbeete. Die jungen Pflänzchen dürfen im Saatbeet nicht zu dicht stehen und müssen deshalb nach Bedarf ausgedünnt werden. Das Feld wird nach Landesüblichkeit vorbereitet. Die Stellen, auf denen später die Tabakpflanzen eingesetzt werden sollen, werden genau bezeichnet. Das Auspflanzen des Tabaks geschieht an den vorbezeichneten Stellen meist mit Hilfe eines Pflanzholzes oder mit Pflanzmaschinen. Nach dem Anwachsen der Pflänzchen beginnt die Pflege der Kulturen, die aus mehrmaligem Hacken, zwecks Lockerhaltung des Bodens und Vertilgung des Unkrauts, sowie aus Anhäufeln der Pflanze besteht.

Als hauptsächliche Erntemethoden unterscheidet man die Ernte der Blätter und die Ernte der ganzen Pflanzen. Bei der Blatternte werden die jeweils reifen Blätter von unten nach oben in mehreren Partien geerntet (Virginia).