Über uns

1956: Gründung der PLANTA mit Beginn der Produktion und des Vertriebs von damals für Deutschland typische preiswerte Pfeifen- und Drehtabake. Die Kinder des Firmengründers – Tochter Dr. Ellen Stiller und Sohn Holger Obermann – wurden in den 90er Jahren Mitglieder der Geschäftsleitung. Der unerwartete Tod von Holger Obermann 2009 machte die ganze Firma sehr betroffen. Gemeinsam waren alle bemüht, die entstandene Lücke zu schließen. Vor allem Ellen Stiller navigierte das Unternehmen mit Weitsicht und verstand es meisterhaft, alle mit „ins Boot zu holen“. Ihre Erkrankung 2015, die sie uns am Ende des Jahres nahm, war ein sehr schwerer Schlag. Entsprechend ihres Mottos „Tradition ist die Bewahrung des Feuers, nicht die Anbetung der Asche“ hat sie noch 2015 die Fackel an ihren Neffen Nils Obermann und ihre Tochter Laura Stiller übergeben und in die Geschäftsleitung eingeführt. Diese vierte Generation des Familienunternehmens muss nun mit und an PLANTA wachsen – man darf sicher sein, dass auch durch sie wieder viel Engagement und Kreativität in die Firma einfließen werden.

50er und 60er Jahre:
In den ersten Jahren wurden preiswerte Pfeifentabake wie „Blattbruch“ und „Farmer Tabak“ und Feinschnitte sowie „Carmen“ und „Balkanpost“ hergestellt und vertrieben. Nischenprodukte, die sich durch Originalität oder Preiswürdigkeit ihren Markt suchten. Aufgrund der hohen Einfuhrzölle für Importtabake entstand der Gedanke, Tabake in Lizenz für Deutschland herzustellen und zu vertreiben. Der entscheidende Impuls für die Weiterentwicklung kam 1959, als die Firma ihre erste hochwertige Mixture unter dem Namen „Wellauer´s English Blend“ auf den Markt brachte. Von der Firma Wellauer in St. Gallen, einem renommierten Groß- und Fachhändler, der heute noch existiert, übernahm PLANTA das Know-how zur Pfeifentabakherstellung sowie die entsprechenden Produktionsmethoden, um internationalen Ansprüchen zu genügen. Damit wurde PLANTA zum Pionier für Qualitäts-Pfeifentabake in Deutschland. 1962 erwarb PLANTA die Lizenz für die Herstellung und den Vertrieb des amerikanischen Pfeifentabaks „Rum & Maple“. Mit Rum & Maple fühlten sich sehr viele Raucher angesprochen und der Pfeifentabakumsatz stieg weiter an. Ende der 60-er Jahre entwickelte PLANTA für die Händlervereinigung Ermuri eine spezielle Pfeifentabak-Serie der Mc Lintock-Tabaken, die mit ihrem fruchtigen Geschmack eine Neuheit auf dem deutschen Markt darstellten.

70er und 80er Jahre:
Der Kontakt zu der 1820 gegründeten englischen Traditionsfirma Germain & Son, Jersey, verschaffte PLANTA 1972 die Lizenzfabrikation der Germain-Tabake. Viele Raucher bevorzugen auch heute den angenehmen, charakteristischen Geschmack von „Germain´s No 7“. Damals wurden die Tabakwarengroß- und Einzelhändler für PLANTA zu wichtigen Partnern im In- und Ausland. Die hochwertigen Pfeifentabake brachten PLANTA viel Erfolg. Die gestiegene Nachfrage verlangte nach zusätzlichen Produktions- und Lagerkapazitäten, die am Kreuzberger Firmensitz nicht zur Verfügung standen. Die Firma erwarb deshalb 1982 ein Grundstück mit großer Halle in Berlin-Wittenau, dorthin wurden Produktion und Versand verlagert. Heute verfügt PLANTA dort über 10.000 m2 Produktions- und Lagerfläche. Der neue Standort war Voraussetzung für die Entwicklung moderner Pfeifentabake wie z.B. „Danish Black Vanilla“, „Cellini“, die „Holger Danske“-Familie und im oberen Preissegment die Classical Edition-Tabake. Ebenso begannen erste Produktionen im Zigarettentabak-Bereich: Die Marken „Chee Tah“ (Cheetah – ein schneller Gepard, genauso schnell konnte man diesen Tabak drehen) und „PL 88“ (das Kennzeichen des ersten Firmen-Mercedes). 1983 übernahm PLANTA die traditionsreiche Pfeifenfabrik Hubert Hartmann. Der Firmenname wurde in „Pfeifenstudio Hartmann Design Berlin – db” umgewandelt. Damit änderte sich auch das Herstellungsprogramm: Es wurden ausschließlich hochwertige, gut abgelagerte Hölzer aus Griechenland für die exklusiven Pfeifen in elegantem Design und Finish importiert.

90er Jahre:
1990/1991 erwarb PLANTA die einzige Tabakfabrik der DDR, die Firma Unitas in Schwerin. Damit eröffnete sich auch ein neuer Markt: Das Sortiment der Unitas wurde überarbeitet und modernisiert. Viele Marken aus dem damaligen Programm sind heute zu erfolgreichen Produkten im In- und Ausland geworden. 1993 übernahm PLANTA die frühere Pfeifenfabrik C.S. Reich im thüringischen Schweina. In der komplett modernisierten historischen Betriebsstätte wurden von da an die db – Pfeifen von erfahrenen Fachkräften hergestellt. Die Kreativität der Berliner Pfeifendesigner und das handwerkliche Können der Thüringer Pfeifenmacher entwickelten sich zu einer perfekten Symbiose. Erfahrene Pfeifenprofis entwerfen, sägen, drechseln, schleifen, beizen und polieren in den modernen Werkstätten. Es sind vor allem Unikate, die den hohen technischen und handwerklichen Standard der db – Fertigung und die Kreativität der Designer beweisen.

Das neue Jahrtausend…
ist vor allem geprägt vom Zusammenführen all dieser neuen Tochterunternehmen und dem Ausbau der nun möglich gewordenen Produktpalette. PLANTA legt großen Wert auf die Entwicklung neuer, eigener Tabakmischungen, die Tabakfreunde im In- und Ausland begeistern. Wer Pfeife raucht, will mit allen Sinnen genießen. Das Auge möchte beim Öffnen einer Tabakdose eine Mischung erblicken, die ihm ein interessantes Farbspiel bietet – vom Sonnengelb weicher Virginia-Flocken bis hin zum tiefschwarzen Glanz des Black Cavendish. Die Nase möchte bei der ersten Bekanntschaft etwas finden, was neugierig auf das folgende Schmecken macht. Der Gaumen dann möchte in Entzücken geraten über die harmonische Mischung der Tabaksorten, veredelt mit den feinsten Aromen. Und dann noch einmal die Nase – meist die der passiven Mitraucher: Eine ansprechende Raumnote ist gefragt, lieblich, würzig, fruchtig oder dezent – jeder ganz nach seinem Gusto. Das alles muss der Tabakmeister bedenken bei seiner Idee vom Tabak und dem Genuss in der Pfeife. Immer heißt es, unzählige Aufbereitungsmöglichkeiten einzelner Tabake, verschiedener Flavours und Mischungsvarianten zu probieren, um letztendlich die richtige Komposition zu finden. Dieser Entwicklungsaufwand spiegelt sich auch in der Verarbeitung wider: Pfeifentabak hat tatsächlich viel mit „Handarbeit“ zu tun. Aber Traditionen zu bewahren, heißt nicht, den Zeitgeist zu missachten. Die bereits in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts produzierten klassischen Feinschnitte „PL 88“ – als American Blend und als Menthol – wurden, dem Trend der Zeit, aus weniger Tabak mehr Zigaretten fertigen zu können, angepasst und nun auch als Volumentabak produziert. Innovativ ging es weiter: Die Feinschnitte „Chee Tah grün“ und „Kentucky“, „PL 88 Just Tobacco“,“Cheetah Africa Edition“, die Zigarette „Chee Tah“ und die Pfeifentabakserie „Image“ wurden auf den Markt gebracht – alle OHNE Zusatzstoffe.

Wo immer kreative Köpfe über Genuss nachdenken, bleibt inspirierende Zusammenarbeit unausweichlich. Und: Ein guter Pfeifentabak gehört in eine edle Pfeife, damit der Genuss wirklich exquisit wird. Was liegt also näher, als Tabak und Pfeife zu vereinen? Die Tabak- und die Pfeifenproduktion der PLANTA erzielen in immer größerer Breite Synergieeffekte. Dies beginnt bei den jährlichen Limited Editions – zuletzt der Jahrestabak Anno MMXVI und die db-Jahrespfeife 2016 – und setzt sich z.B. über die Pfeifen „Burberry“ und „Holger Danske“, passend zum gleichnamigen Tabak kreiert, fort, um nur einige zu nennen.

Das Jahr 2016…
ist geprägt von der Umsetzung der EU-Richtlinie „TPD2“ in nationales Recht. Rechtssicherheit besteht erst seit dem 18.03.16 (Bundesrat), wobei der  Stichtag für das Inkrafttreten auf den 20.05.2016 fällt – womit real ein Zeitraum von acht Wochen bleibt, um wirklich einschneidende Veränderungen umzusetzen. Viele werden sagen, die EU habe das Gesetz bereits 2014 verabschiedet und man hätte doch… Nein. Ohne Rechtssicherheit kann man nicht. Selbst die EU hat noch Mitte Februar 2016 eine Durchführungsbestimmung erlassen: Es ging „nur“ um die Änderung von Satzzeichen in den Texten der Warnhinweise. Aber man stelle sich bitte vor, PLANTA hätte zu dem Zeitpunkt bereits alle neuen Layouts bei den Verpackungsherstellern in Auftrag gegeben und hätte sie im Anschluss wieder vernichten müssen. So etwas kann für ein mittelständisches Familienunternehmen ganz schnell ein Riesenproblem werden. Und leider ist auch mittelständisches Unternehmen nicht gleich mittelständisches Unternehmen. Es geht letztendlich darum, wie viele verschiedene Verpackungen neu gestaltet werden müssen. Und das sind bei Planta – ähnlich wie bei den Zigarrenherstellern – nun einmal mehrere Hundert Formate und nicht nur immer ein und das gleiche Zigarettenschachtelformat. Ebenso komplex ist die maschinentechnische Seite. Ein Beispiel: Dank der Größe der rollierenden Warnhinweise auf der Rückseite von Pouchpackungen, musste die Überschlaglasche verlängert werden, um ihn TPD2-konform unterzubringen. Das bedeutet einerseits, dass unser Verpackungslieferant seine Maschinen umbauen musste und andererseits, dass wir unsere Abpackmaschinen umbauen lassen müssen, damit die dann längere Pouchpackung überhaupt eingesetzt werden kann.

Weitere Informationen zu den Konsequenzen der TPD2 finden Sie ebenfalls auf dieser Website unter Änderungen durch die neue Tabakproduktrichtlinie.